Trialog Konferenz

Begegnungen III. Ein psychohistorischer Trialog.


11.04.2019 - 14.04.2019

Kloster Lehnin, Deutschland - Gästehaus Am Klostersee

 

Berlin/Potsdam | Kiew | Moskau | Krasnodar

Dritte Trialog Konferenz

Begegnungen III

 

Konferenz zur ukrainisch-russisch-deutschen Verständigung vor dem Hintergrund einer gemeinsamen Geschicht

 

Wir laden Sie herzlich zur dritten gruppenanalytischen Trialog Konferenz ein.

Nach zwei erfolgreichen Konferenzen 2015 und 2017 wollen wir den psychohistorischen Trialog zwischen Teilnehmern aus Russland, der Ukraine und Deutschland fortsetzen.

Neben Psychotherapeuten unterschiedlicher Herkunft sind Interessierte aus allen Berufen willkommen.

Wenn Sie Ihre Teilnahme erwägen, sollten Sie folgendes wissen:

  1. Alles wird von Dolmetschern übersetzt.
  2. Die Konferenz zielt auf Erkenntnisse und Einsichten durch den Austausch von Erfahrungen, Einstellungen und Überzeugungen der Teilnehmenden. In der Gruppenarbeit soll es deshalb weniger um Sachdiskussionen gehen als vielmehr um den persönlichen Austausch mit anderen. Der kann emotional herausfordernd und bewegend sein.
  3. Die Gruppen werden von erfahrenen Gruppenpsychotherapeuten geleitet.

Wir wollen den Fokus auf persönliche und kollektive Erfahrungen legen und diese miteinander austauschen. Individuelle und kollektive Zuschreibungen sollen wahrgenommen und reflektiert werden. Die vorangegangenen Konferenzen zeigten, wie die gemeinsame Geschichte uns nicht nur trennt, sondern auch verbindet. Gerade in der heutigen Zeit eines sich wieder auf nationalstaatliche Grenzen einengendes Europa werden zwischenmenschliche Begegnungen jenseits von politischen Interessenvertretungen umso wichtiger. Die Teilnehmenden können als Multiplikatoren in ihren jeweiligen Wirkungsfeldern ihre auf der Konferenz gewonnenen Erfahrungen weitergeben.

Schwerpunkt der Konferenz bilden die aktuellen und historischen gesellschaftlichen Entwicklungen, die kulturellen Prägungen und die Gewaltgeschichte seit dem ersten Weltkrieg, einschließlich der Revolutionen in Russland (1917) und Deutschland (1918), dem zweiten Weltkrieg, der Phase des kalten Krieges (1945-1990) bis zu den aktuellen Wirkungen von Krieg, Bürgerkrieg, Flucht, Öffnungs- und Abgrenzungsbewegungen der Gegenwart. Gerade der aktuelle Krieg zwischen Russland und der Ukraine, in dem Deutschland zeitweise eine gewisse Mittlerrolle innehatte (Abkommen von Minsk), zeigt wie wichtig es ist, weiter miteinander zu reden, um sich in dem politisch-militärischen Konflikt nicht instrumentalisieren zu lassen und den Austausch und das mitmenschliche Empfinden füreinander aufrecht zu erhalten.

Methodisch arbeiten wir mit Klein- und Großgruppen in der englischen Tradition der Gruppenanalyse nach S. H. Foulkes und ergänzen dieses Setting durch das Social Dreaming, das auf Gordon Lawrence zurückgeht. Die Klein- und Großgruppen werden von jeweils zwei Gruppenleitern (russisch/deutsch oder ukrainisch/deutsch) begleitet. Die Kleingruppen bestehen aus etwa 12 Teilnehmenden und alles wird in die drei Sprachen simultan gedolmetscht! Gemeinsam treffen sich alle Teilnehmenden einmal täglich als Großgruppe. (Mehr Informationen unter dem Menüpunkt Programm). Zusätzlich wird es ein kleines kulturelles Angebot geben und einen geselligen Abend.

 

Bitte melden Sie sich rechtzeitig an (zur Anmeldung), damit wir gut planen können.

Mit freundlichem Willkommensgruß

Die Vorbereitungsgruppe Kathrin Albert, Marie-Luise Alder, Yurij Danko, Dr. Frank Andreas Horzetzky, Dr. Kurt Husemann, Tatjana Jacob-Bekfani, Dr. Friedrich-Wilhelm Lindemann, Olena Luilina, Prof. Elena Pourtova, Hanna Reinhardt-Bork, Katrin Stumptner, unter der Leitung von Dr. Stephan Alder

(gemeinsam mit dem Berliner Institut für Gruppenanalyse e.V. (BIG) und der Brandenburgischen Gesellschaft für Psychotherapie, Psychosomatik und medizinische Psychologie e.V. (BGPPmP))

Veranstaltungsort Kloster Lehnin